:: Zehn Vorhersagen für OpenSim und virtuelle Welten in 2010 (1)
Eine Zusammenfassung nach einem Artikel von Adam Frisby:
- die Konsolidierung setzt sich in der ersten Jahreshälfte fort - einfache Plattformen erhalten zunehmend Konkurrenz durch kostenlose Produkte
- die meisten virtuellen Welten für Telearbeit, Webkonferenzen etc. scheitern - nur die mit tatsächlichem Bedarf für eine 3D-Umgebung können bestehen
- der Trend zu mehr clientseitiger Verarbeitung setzt sich fort, die Serversoftware wird gleichzeitig immer leistungsfähiger und skalierbarer. OpenSim wird Ende 2010 mindestens 200 Avatare pro Sim gleichzeitig bedienen können - wahrscheinlich wesentlich mehr.
- Entertainment-Welten wachsen weiter, wenn auch langsamer als bisher. Blue Mars wird im ersten Halbjahr nur dahindümpeln, könnte aber im zweiten Halbjahr mit verbesserter Usability Fahrt gewinnen.
- die OpenSource-Welten sprechen miteinander: OpenSim, Sirikata, Wonderland und realXtend könnten sich auf ein Standardprotokoll einigen. Bei kommerziellen 3D-Welten werden Interessenkonflikte derartige Standards eher erschweren.
- der Naali-Viewer von realXtend wird Mitte 2010 zu einem brauchbaren und letztlich zu einem konkurrenzfähigen Viewer, den die OpenSim-Entwickler mehr und mehr als Standard akzeptieren.
- in Q1 oder Q2 2010 beginnt OpenSim mit einem formalisierten Releaseprozess mit Entwicklungs- und Produktionszweig. Version 1.0 wird wahrscheinlich nicht mehr in 2010 erscheinen, wohl aber ein Release-Kandidat - oder Version 0.9 - im vierten Quartal.
- Betreiber von virtuellen Welten werden unabhängige Tauschbörsen oder Content Stores wie Turbosquid integrieren; Kreativsoftware wie XFrog oder SpeedTree könnte ebenfalls direkt integriert werden.
- Objekt-Designer und -Produzenten werden ihre Werke zunehmend neben dem üblichen Einzelverkauf auch in Lizensierung anbieten. Meshes werden in SL eingeführt, die visuelle Qualität steigt dramatisch.
- die Kosten für Welt-Plattformen sinken - besonders dramatisch bei kommerziellen Stand-Alone-Angeboten von 50.000 Dollar auf ein Zehntel. Bis 2012 sollten die Preise für funktionale Consumer-Welten auf ca. 15 Dollar pro Monat sinken.
Wie gesagt - dies ist nur eine kurze Zusammenfassung der einzelnen Punkte, die
Adam Frisby prognostiziert, aus amerikanischer Sicht natürlich: hierzulande ist z.B. von einem Wettbewerb der virtuellen Welten nun wirklich nichts zu spüren. Ich stimme auch nicht bei jedem Punkt mit ihm überein; z.B. ist es für Punkt 8. vielleicht noch zu früh, und an Meshes in SL (Punkt 9.) glaube ich, wenn ich sie benutzen kann. Aber die Tendenz ist glaube ich klar: OpenSim entwickelt sich deutlich weiter (und damit auch deutlich weiter weg von SL); ein »Killer-Geschäftsmodell« ist allerdings auch 2010 noch nicht in Sicht.
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von majo am frühen Morgen
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aus: Neue Welten |
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