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::: 23. November 2008

 :: Another Chance to See 

1990 veröffentlichte Douglas Adams ein Buch, das nach Meinung vieler noch besser war als sämtliche »Hitchhiker’s Guide«-Bücher zusammen, ein wunderbares, nachdenkliches und gleichzeitig äußerst witziges Werk über »Die Letzten ihrer Art«, wie der deutsche Titel lautete. Douglas schrieb das Buch zusammen mit dem britischen Zoologen, Fotografen und Schriftsteller Mark Carwardine. Die beiden bereisten u.a. Madagaskar, Indonesien, Neuseeland, Zaire, die Volksrepublik China und Mauritius. 20 Jahre später hatte BBC Two die nicht allzu brilliante, aber naheliegende Idee, die Reise wiederholen zu lassen, und seit Oktober 2008 läuft eine neue Serie, ebenfalls mit dem etwas unglücklichen Titel »Last Chance to See« (okay, »Absolutely Very Last Chance…« hätte etwas doof geklungen…). 

In Ermangelung des vor sieben Jahren verstorbenen Douglas Noël Adams fiel die Wahl für den »ungemein unwissender Nicht-Zoologen« (wie Douglas seinen Part in der ursprünglichen Expedition beschrieb) auf seinen Freund Stephen Fry. Dessen Qualifikation für das Projekt ist unbestritten: als Nicht-Zoologie ist Fry vermutlich noch besser geeignet als Douglas, Fry besaß den zweiten Macintosh in Großbritannien (den ersten hatte Douglas), und schließlich hat Fry sämtliche Harry Potter-Hörbücher vorgelesen. Was lag also näher als neue unglaubliche Geschichten aus der Wildnis, wie die vom Aye-Aye, einem Tier mit Katzenkörper,  Fledermausohren, Biberzähnen, Eichhörchenschwanz, langen dünnen, astförmigen Fingern, IT&W-gelben Augen und einer unfassbaren Ähnlichkeit mit E.T.
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Leider, leider sind die Videos und Podcasts von Stephen Fry und Mark Carwardine nicht »available in your area«: die BBC will offenbar verhindern, dass sich Ausländer durch die Früchte britischer Gebührenzahler weiterbilden oder gar amüsieren, und dann England erobern. Freilich hat Mr. Fry derartige Skrupel nicht und veröffentlicht seine Videos auf seiner eigenen Seite, »The New Adventures of Mr Stephen Fry«. So kann man sich z.B. ansehen, wie der hochgradig verschnupfte Mr. Fry seine Reise auf die tropische Schimpansen-Insel Ngamba Islands ankündigt.

Eine rührseelige Rückblende auf das Original mag trotzdem erlaubt sein: Douglas Noël Adams erzählt ein Kapitel aus »Last Chance to See« über den Kakapo, einen dicken Papagei aus Neuseeland, der vergessen hat, wie man fliegt, und leider auch vergessen hat, daß er es vergessen hat, und so gelegentlich aus den Bäumen fällt. Allerdings - und das gleicht die Sache doch aus - entspricht der Hochzeitsruf des Kakapo aufgrund eines unglaublich unwahrscheinlichen Zufalls genau den Anfangstönen von »Dark Side of the Moon« von Pink Floyd.

Douglas Noël Adams in - man glaubt’s kaum - Göttingen, dem heimlichen Zentrum der deutschen Unterhaltungsindustrie: The Kakapo, MP3, 16:30 min (Englisch ohne deutsche Untertitel).

Quelle: {quelle}  |  von majo am Nachmittag  0x Senf , 466x besichtigt |   aus: Daily Bizzar   |   Permalink  | Liebe Redaktion...



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